Lesen gegen Überwachung

Lesen gegen Überwachung_-_Plakat_UEBERSICHT_-_small Seit Sommer 2013 wissen wir dank Edward Snowden, in welchem Ausmaß unsere Kommunikation und unser Handeln im Netz gespeichert und analysiert werden. Trotz der kontinuierlichen Berichterstattung in den Medien und den Protesten verschiedener Bürgerrechtsorganisationen werden die Systeme zur vollumfänglichen Überwachung und Kontrolle weiter ausgebaut. Es liegt in unserer Verantwortung als mündige Gesellschaft, eine Debatte darüber zu führen, wie wir diesem Angriff der Exekutive auf ihre BürgerInnen begegnen wollen.

Ein bundesweiter Zusammenschluss von Gruppen, die sich gegen Massenüberwachung stellen, veranstaltet am 10. Februar 2015 unter dem Titel “Lesen gegen Überwachung – Unser Beitrag zum Safer Internet Day” Lesungen in verschiedenen Städten.

Wir lesen Texte, die die Hintergründe des Themas beleuchten, geben anschließend Raum für Fragen sowie Diskussion und zeigen Handlungsoptionen auf. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Widerstand gegen Massenüberwachung

Wir möchten mit der Veranstaltungsreihe das Thema Massenüberwachung weiter im Bewusstsein der Bevölkerung halten: Es kann nicht angehen, dass wir den von Snowden offengelegten GAU für unsere freiheitliche Gesellschaft achselzuckend hinnehmen, weil wir glauben, gegen die Tendenzen einer sich immer weiter automatisiert selbst überwachenden Gesellschaft nichts tun zu können. Anderthalb Jahre nach Snowden sind wir noch immer der Ansicht, die Sicherheit im Internet durch längere Passwörter wiederherstellen zu können. Das Internet ist genauso kaputt wie das Verhältnis zwischen unseren von der Überwachungslobby bestimmten Sicherheitsorganen und unserer zivilen, freiheitlichen Gesellschaft. Wir müssen denen, die dabei sind, ein weltweites Überwachungsregime zu errichten, konsequent und nachhaltig die Stirn bieten.

Lesungen in Berlin

In Berlin sind derzeit zwei Lesungen am 10. Februar 2015 geplant:

19 Uhr, Bürgertreff der Piratenpartei Reinickendorf
Trettachzeile 3, 13509 Berlin

20 Uhr, Second-Hand-Buchladen Müßiggang
Oranienstr. 14a, 10999 Berlin

Mitmachen

Wir laden euch herzlich dazu ein, eine Lesung im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe zu organisieren. Wie das geht? Nichts leichter als das:

  • Ihr besorgt einen Raum für die Lesung: Eine Kneipe, der örtliche Lesezirkel, die Bücherei oder eure Fußgängerzone, die nächstgelegene Bushaltestelle oder euer Wohnzimmer. Auch kleinste Aktionen zählen.
  • Ihr besorgt einen oder mehrere VorleserInnen. Das könnt natürlich ihr selbst sein, oder ein Mensch, den ihr für geeigneter haltet.
  • Ihr mailt uns, damit wir eure Veranstaltung zusammen mit den anderen Veranstaltungen auf einem gemeinsamen Plakat und der Webseite veröffentlichen sowie bei unserer Pressearbeit bewerben können.
  • Ihr meldet eure Veranstaltung auf der offiziellen Webseite des Safer Internet Day an. Ihr könnt dafür gern diese Grafik verwenden.
  • Eine Textauswahl findet Ihr im Wiki des Arbeitskreises gegen Vorratsdatenspeicherung. Aber das sind nur Vorschläge: Natürlich sollt ihr lesen, was ihr für thematisch geeignet haltet.
  • Ihr druckt Plakate und Flyer aus und bewerbt eure Veranstaltung.
  • Informiert die lokale Presse und das lokale Radio über eure Lesung.
  • Werbt unter dem Hashtag #LesenGegenUeberwachung für die Aktion in sozialen Netzen.
  • Ihr lest und diskutiert am 10. Februar, um eure Mitmenschen für die Gefährdung unserer freiheitlichen Gesellschaft durch die allgegenwärtige Massenüberwachung zu sensibilisieren.
  • Ihr macht idealerweise ein Foto eurer Veranstaltung und schickt es uns, damit wir es auf der Veranstaltungsseite veröffentlichen können.
  • Die gesamte, bundesweite Veranstaltungsreihe ist bereits bei der VG Wort angemeldet. Teilt uns bitte per Mail am Abend nach der Veranstaltung mit, was gelesen wurde: AutorInnen, Titel, Verlage und gelesene Minuten. Bitte bevorzugt Texte mit freien Lizenzen.